#23 Sinti und Roma

In #23 treffen wir Francesco Arman, er ist der neue Sozialdezernent für die Linke in Gießen und Sinto – und zwar der erste in seiner Stadt in diesem Amt. Wir sprechen mit ihm darüber, warum sich die Stereotype gegen Sintizze und Romnja so hartnäckig halten, über die Verfolgung seiner Familie durch die Nationalsozialisten – und warum es wichtig ist, dass nicht mehr länger die Mehrheitsgesellschaft die Deutungshoheit über Vergangenheit und Gegenwart besitzt. Die Historikerin Karola Fings von der Forschungsstelle Antiziganismus der Uni Heidelberg, Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus des Bundestages, ordnet Francescos Geschichte ein, gibt Recherchetipps und erklärt, warum es so wichtig ist, dass die Gesellschaft endlich mal genau zuhört, wenn es um Verfolgungs- und Diskriminierungsgeschichten geht.

#22 Krieg

Zerbombte Wohnhäuser, Sirenen, Schutzkeller – oft ohne Strom und Wasser: Die Menschen in der Ukraine erleben gerade, was es bedeutet, im Krieg zu sein. Einige von Euch haben uns geschrieben, wie sehr sie das beschäftigt, auf einmal kommt auch vieles aus der eigenen Familiengeschichte hoch. Wie man damit umgehen kann – und was das bedeutet für eine Gesellschaft, in der mittlerweile viele Menschen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen von Krieg und Flucht leben, darüber haben wir in #22 mit der Soziologin und Biografieforscherin Iris Wachsmuth gesprochen.

#21 Widerstand

Der Kommunistische Widerstand wurde nach der sogenannten „Machtergreifung“ am 30. Januar 1933 von den Nationalsozialisten sofort radikal verfolgt. Tausende wurden verhaftet, verhört und kamen in die Konzentrationslager. Auch der Großvater von Christa Bröcher, Anton, „Toni“, Melchers, der schon in der Düsseldorfer „Spartakusherrschaft“ eine wichtige Rolle spielte. Aber waren sie wirklich mundtot? Warum weiß man so wenig über Frauen im (kommunistischen) Widerstand und was heisst das für die eigene Familiengeschichte? Mareen Heying, Historikerin an der Fernuniversität Hagen weiß Rat.