#12 PAKH

Links und Hintergründe

Unsere Gäste heute: die Psychotherapeut*innen Erda Siebert und Peter Pogany-Wnendt vom Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust, PAKH e.V.

Wenn Ihr mehr über Erda und Peter und PAKH e.V. erfahren wollt, dann könnt Ihr sehen und hören, wie etwa…

den Dokumentarfilm „Der Nachlass“ von Christoph Hübner und Gabriele Voss. Darin erzählen Kinder und Enkel von NS-Tätern und Überlebenden von ihrer Auseinandersetzung mit dem Vermächtnis. Auch Peter Pogany-Wnendt und Erda Siebert und andere PAKH-Mitglieder sind dabei.

#11Jürgen. Darin erzählt Peter, was „Gefühlserbschaften“ sind.

Erdas Geschichte

Im Dokumentarfilm „Der Nachlass“ (s.o) erfahrt Ihr mehr, er ist über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung abrufbar.

Pumla Gobodo-Madikizela (edit.) with contributions by PAKH members Beata Hammerich, Erda Siebert, Peter Pogany-Wnendt, Johannes Pfäfflin and Elke Horn: „History, Trauma and Shame. Engaging the Past through Second Generation Dialogue„, Routledge Verlag 2021, E-Book: ca. 28 Euro.

Die Einsatzgruppen waren mobile Terror- und Tötungseinheiten der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS. Mehr erfahrt ihr hier.

Der Einsatzgruppenprozess vom 15. September bis zum 10. April 1948 war der neunte von zwölf Nürnberger Nachfolgeprozessen, Erdas Vater versteckte sich in dieser Zeit und wurde nicht zur Rechenschaft gezogen.

Peters Geschichte

Wenn Ihr Peters Lebensgeschichte bis ins Detail kennenlernen wollt: „Der Toten wegen musste ich jüdisch sein“, Gespräch mit Melanie und Peter im Deutschlandfunk , Sendung „Zeitzeugen im Gespräch“, 28.1.2021.

„Holocaust, Menschlichkeit und Psychotherapie“, Portrait über ihn im WDR, „Quarks – Wissenschaft und mehr“, Sendung vom 15.4.2020.

Die Gruppe als Seismograph

Enactement nennt man Inszenierungen aus dem Unbewussten auf der Ebene des Geschehens im analytischen Prozess.

Der Friedens- und Konfliktforscher Vamik Volkan wurde 1932 in Nikosia geboren, ist Psychoanalytiker und Professor emeritus für Psychiatrie an der Medizinischen Fakultät Virginia. Er ist Gründungsdirektor der „International Society of Political Psychology“ (ISPP) und des „Center for the Study of Mind and Human Interaction“ (CSMHI) und war für internationale Organisationen als Berater, Gesandter und Vermittler weltweit in vielen Krisengebieten tätig und weist außerdem neueWege in der Flüchtlingsarbeit heute.

Überforderte Kinder

Hier geht’s zur Seite der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz.

Wer ist Opfer?

Die Ärztin Johanna Haarer erklärte zur Zeit des Nationalsozialismus in Ratgebern, wie man Kinder für den Führer erzieht. Ihr Ratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ wurde unter neuem Titel bis in die 70er Jahre verlegt. Die Folgen dieser Erziehung wirken bis heute nach, sagen Bindungsforscher.

Die Diskussion um „Menschen mit Nazihintergrund“ begannen Moshtari Hilal und Sinthujan Varatharajah in einem Instagram Livegespräch über das Thema Nazierbe und dessen Kontinuitäten.

Hier folgen einige der Debattenbeiträge:

„Es geht uns nicht um Boykott, sondern um Transparenz“. Eine Einordnung der beiden selbst bei Zeit online.

„Deutsch und damit nicht normal“, von der Autorin Jule Hoffmann auf Zeit online.

„Kritik ist Liebe: Unbequeme Wahrheiten: Wie steht es um Deinen Nazihintergrund?“, von der Autorin Fabienne Sand.

„Social Media und NS-Familiengeschichte: Menschen mit Nazihintergrund“, von der Autorin Caren Miesenberger in der taz.

„Das Schweigen der Nazi-Enkel“, von der Publizistin Alexandra Senfft im Freitag.

„Wie Identitätspolitik schadet. Wer sind die Menschen mit Nazihintergrund‘?“, von Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/M.

Die Gruppe #meinNazihintergrund auf Twitter.