#5 Rosenthal

Wie man ein Familiengespräch führt

Links und Hintergründe

In dieser Folge haben wir Gabriele Rosenthal zu Gast – die Fachfrau für Familiengespräche und für Familiengeschichte, nicht nur im Zusammenhang mit dem so genannten Dritten Reich. Sie hat u.a. auch über Kindersoldaten in Norduganda und über Palästinenser in Israel geforscht. Sie erläutert uns, warum Kinder und Enkel anders verarbeiten und sich Kinder sogar für einen Widerstand der Eltern im Nationalsozialismus schämen konnten.

Wichtig für uns ist vor allem ihre Technik des narrativen Interviews. Diese Form geht davon aus, dass Interviewte aufgrund von „Zugzwängen“ des Erzählens ihr Leben umfassend darstellen. Dem Befragten wird hier ein großer Raum geboten, von sich aus seine Geschichte zu erzählen und „aus sich heraus zu kommen“.

Die klassischen W-Fragen, die Journalist*Innen lernen, taugen, so Gabriele Rosenthal, nicht, um Widerstände beim Nachfragen aufzubrechen. „Wer, wie, was, warum“ seien dafür zu spezifisch und wiesen dem Gesprächspartner Rollen zu, die dieser möglicherweise ablehne.